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Samstag, 14. März 2009

Transanimale

Links sehen wir einen Lebensraum, der vom Staub der Zivilisation fahrplanmäßig zugewirbelt wird, dagegen rechts erkennen wir - leicht erhöht - den Bahnsteig: der wird regelmäßig gewischt. Dazwischen, an der Abbruchkante zwischen überrolltem Nutzraum und Einstiegs-Plateau finden wir die Transanimale. Der Begriff stammt von Prof. Dr. Dimitri Raduscencu und meint die Trennlinie zwischen Mensch und Tier. Seiner Ansicht ist die Menschheit genetisch aus Versatzstücken des Tierreiches zusammengewürfelt, und bietet der Evolution ein Wesen, das frei über die Grenzen der Tierarten hinweg, genetischen Austausch praktizieren kann. Eines der dabei entstandenen Individuuen wird gleich in die Bahn einteigen.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Beule statt Krone

Von selbst kommt der Mensch auf nichts. Das ist eine uralte Hundeweisheit und auch gleichzeitig der Grund unseres Hierseins. Das kam so:
Ziemlich bald, nachdem ein paar Affen ihre Zeit damit verbrachten, auf zwei Beinen herumzubalancieren, war klar, dass sie jemanden brauchen, der weiter für solide Erdhaftung sorgt. Anfangs brauchte jeder Mensch einen Hunde an der Seite, mittlerweile nur noch die Wackelkandidaten.
Aber immer noch glauben Menschen gerne, sie seien die Krone der Schöpfung. Ein Irrtum. Genetisch sind Menschen bloß eine flache Ausstülpung aus dem Tierreich. Eher Beule als Krone.
Wir Hunde glauben aber immer noch an das Gute im Menschen, und schleppen unermüdlich schwankende Zweibeiner durch die Schönheiten der Welt. Denn während die Menschen sich immer noch mit ihrem Verstand herumplagen, verlassen wir uns auf den Instinkt. Das ist immer noch sicherer.
Ausserdem gibt es unumstössliche Grundwahrheiten. Gratis.
Hier schon mal Regel eins: Never trust a smiling cat.