Montag, 14. August 2017

Preis des Lächelns




Ist dieses Lächeln echt? Sieht irgendwie gekünstelt aus...oder? Es gibt 18 verschiedene Arten zu lächeln und nur eine davon zeugt von echter innerer Freude. Das „Duchenne-Lächeln“, benannt nach dessen Entdecker Guillaume-Benjamin Duchenne (1862 in Paris) Heute kommt dem Lächeln im beruflichen Alltag eine bedeutende Rolle zu. Es gilt als Zeichen von Freundlichkeit und gutem Service, ist soziales Schmiermittel für Verkaufsgespräche und gehört zum "Lieferumfang" von Pflegerinnen und Pfleger. Aber Lächeln und Freundlichkeit steht in kaum einer Stellenbeschreibung. Wer zu viel und ohne echten Grund lächelt, der kann davon krank werden.  Forscher warnen mittlerweile vor zu hohem „Freundlichkeitsdruck“. Moderne Coaches raten zu  mehr „Authentizität“ im Kundendialog, das innere Erleben nicht abzukoppeln. Fallen wir zurück in die Servicewüste oder müssen wir öfter mal mit „echten“ Begegnungen rechnen? Dazu habe ich Forscher befragt, Kellnerinnen, Bierzapfer und Therapeuten. Was kostet ein Lächeln?

Ein Zeitfragen-Feature von Gerhard Richter


Montag, 10. Juli 2017

Arschbomben für die Forschung



Wer vor dreißig Jahren in der Elbe geschwommen ist, der hatte nachher einen schwarzen Dreckring um den Hals, so schmutzig war der Fluss. Dank einer Menge Anstrengungen ist es gelungen, die Elbe wieder einigermaßen sauber zu bekommen, mittlerweile hat sie Badequalität. Um diesen Umstand zu feiern, und um darauf hinzuweisen, dass die Elbe noch immer Schmutz in die Meere transportiert, der da nicht hingehört, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Elbschwimmstaffel initiiert. Ende Juni 2017  legte das Forschungsschiff „Elbegrund“ in Bad Schandau ab und fährt seitdem die Elbe hinunter. Begleitet wird das Schiff von freiwilligen Schwimmern. Bei der Etappe von Wittenberge nach Schnackenburg war ich mit auf dem Schwimmfloß und Zeuge mehrerer waschechter Arschbomben. Eine Reportage für DLF Kultur.

 Susanne Drawert nach zwei Komma zwei Kilometern im Fluss: Elblächeln

Freitag, 28. Oktober 2016

Wieder mal auf dem Treppchen...!

Das Treppchen: Diesmal so blau wie der Himmel über der Ost-Prignitz.
Unsere Schülersendung "Freiheit auf zwei Rädern" hat beim letzten Tat:funk-Wettbewerb der Stiftung Zuhören den 3. Platz belegt. Besser waren nur das Maria-Ward-Gymnasium in Bamberg mit einer Sendung über eine Magersüchtige und das Gymnasium Ottobrunn mit einem Audiobook über Schottisch-Bayerische Kultur. Wir vom städtischen Gymnasium in Wittstock haben uns mit einem Thema direkt vor unserer Haustür beschäftigt. Mopedfahren! Und was damit alles zusammenhängt. Alles verpackt in einer Geschichte von Emanzipation und Mobilität auf dem Land. Nach Meinung der Jury, ein  "perfekt produziertes und gesprochenes Hörspiel." Hier gehts zur kompletten Laudatio und zu den Siegersendungen. 
Dank an Ellen und Kay-Michael Thonack für die Begleitung der Tatfunk-Gruppe nach München und Glückwunsch an Tobi, Finn, Laura, Chris, Antonia und Marvin für die blitzsaubere Radio-Arbeit.
In den letzten neun Jahren, in denen das Städtische Gymnasium Wittstock am Tat:funk-Wettbewerb beteiligt war, standen die Schüler sechs mal auf dem Siegerpodest.
 

Dienstag, 18. Oktober 2016

Hausmeister in den Kellern der Zukunft

Das ist Lothar Woytatsch vor der Geothermie-Heizung der Göhlbachtal-Berufschule in Hamburg.
Hier treffen zwei Welten aufeinander. Ein handwerklich begabter Hausmeister und eine automatisierte dezentrale Energiequelle . Auf dem Bild sieht das Verhältnis zwischen den beiden ganz innig aus, in Wirklichkeit steht einiges zwischen den beiden. Fernüberwachung, Wartungsfirmen, Effizienz - alles Dinge, die ich in einem Zeitfragen-Feature am Dienstag, den 18. Oktober um 19.30 Uhr bei Deutschlandradio Kultur erkläre.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Juppie - wir sind auf der Tat:funk - Shortlist

Mit unserem Doku-Hörspiel "Freiheit auf zwei Rädern" haben wir es geschafft, unter die besten 6 Sendungen zu kommen. Am 26. Oktober ist die Siegerehrung, und da werden wir erleben, ob die Jury uns unter die vorderen drei Plätze gewählt hat. Die Tat.funk-Gruppe des Städtischen Gymnasiums Wittstock wird jedenfalls am 26.Oktober nach München zur Preisverleihung fahren und den verdienten Lorbeer für die Mühe im Schuljahr 2015/16 ernten.

Dienstag, 24. Mai 2016

Unterm Windrad

Eine Schauspielerin mit Merkel-Maske sägt vor dem Kanzleramt ein Windrad um, Campact Aktivisten richten es wieder auf. Immer wieder.


Vor  25 Jahren hat die Kohl-Regierung das Stromeinspeisegesetz beschlossen. Aus fünf kurzen Paragraphen sind seitdem 25.000 Windräder gewachsen.  Die Landschaft hat sich verändert, die Energiewende zeigt ihr dezentrales Gesicht. Obwohl die große Mehrheit der Deutschen den Ausbau erneuerbarer Stromquellen generell befürwortet, sinkt die Akzeptanz drastisch, je näher so ein Windpark der eigenen Wohnung rückt. Schattenwurf, Infraschall und Landschaftszerstörung beeinträchtigen die Lebensqualität. Wo die Bürger nicht von den Erträgen profitieren, wächst Widerstand und Unfrieden. Auf der anderen Seite drängen Projektierer und Energiegenossenschaften auf günstigere Rahmenbedingungen. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) steht in diesem Jahr vor einer Novelle. Das Soziallabor Energiewende bekommt neue Regeln und Reize. Wer wird profitieren, wer leiden?
Eine Zeitfrage bei Deutschlandradio Kultur

Sonntag, 15. Mai 2016

Eiszeitkunst im Lonetal



Das Lonetal auf der schwäbischen Alb war in der Eiszeit ein beliebter Wohnort für die ersten Homo sapiens. Mit Speeren haben sie Mammuts und Wildpferde gejagt, mit Steinklingen haben sie aus Stoßzähnen kleine Skulpturen wie den berühmten Löwenmenschen, Frauenkörper, oder das Mammut geschnitzt. 
Sogar Flöten aus Schwanenknochen haben die Archäologen gefunden. Es sind weltweit die frühesten Zeugnisse menschlicher Kulturhandlungen. Das Lonetal gilt deshalb als die Wiege der Kunst.
40.000 Jahre später wandere ich als Homo Sapiens mit dem Mikrofon bewaffnet durchs Lonetal und erbeute Geschichten von früher und heute. Ich stoße auf Spuren neuzeitlichen Marketings. Rund um den frisch errichteten Archäopark treffe ich Eiszeitfreaks und Touristen, moderne Jäger und Optiker, die die Welt durch die Mammutbrille sehen.

Einmal Steinzeit und zurück

40.000 Jahre Kunst imLonetal
Eine Deutschlandrundfahrt bei Deutschlandradio Kultur